Sanierung: Geld vom Staat

Oft gibt es Geld vom Staat für eine Sanierung oder energetische Optimierung: Wer sein Gebäude auf Vordermann bringen will, kann auf zahlreiche Förderprogramme zurückgreifen. Auch wer Wohneigentum bauen oder kaufen will, kann Unterstützung bekommen.

Zu den ersten Adressen für Fördermittel gehören die KfW-Bank und das Bundesamt für Wirtschaft und Außenhandelskontrolle, kurz Bafa. Beide bieten privaten Hauseigentümern und solchen, die es werden wollen, insgesamt etwa 50 Förderprogramme.

Optimale Förderung finden

Wichtig: Erst der Antrag, dann das Bauunternehmen

Für alle Programme gilt: Geld oder Vergünstigungen gibt es nur auf Antrag. Der muss vor der Auftragsvergabe an die Handwerker oder das Bauunternehmen gestellt werden. Dabei gibt es Unterschiede in der Abwicklung: Während KfW-Förderung häufig über die Hausbank beantragt wird, läuft beim Bafa alles direkt und online.

Energieberater leiten durch den Förderdschungel

Sowohl KfW als auch Bafa erwarten, dass Eigentümer sich vor Einreichen ihres Antrags informieren und einen Energieberater hinzuziehen. Der Experte kümmert sich auch um die mit der Antragstellung verbundenen Formalitäten und besorgt die erforderlichen Nachweise von den ausführenden Firmen. Wenn Sie keinen Energieberater kennen, wenden Sie sich an Ihren Energieversorger. Für den ist das Routine. 

Unsere Energieberater in der Region sind für Sie da.

Angebot des Bafa

Selbstständige Energieberater verlangen ein Honorar, für das es oft ebenfalls Zuschüsse gibt. Beim Bafa gibt es für Immobilienbesitzer den Topf "Energieberatung Wohngebäude". Das Programm wendet sich sowohl an einzelne Hausbesitzer als auch an Wohnungseigentumsgemeinschaften.

Die Behörde empfiehlt auf ihren Internetseiten, im Vorfeld eines Antrags unbedingt die technischen Richtlinien zu beachten, an die ein Zuschuss mitunter geknüpft ist. So muss, wer 2019 seine Heizung optimieren will, bestimmte Pumpen einsetzen. Nur dann gibt der Staat 30 Prozent der Investitionskosten dazu.

Die Höchstsumme aus dem Programm "Heizungsoptimierung" beträgt 25.000 Euro. Der Betrag fließt, sobald der Bauherr die detaillierte Rechnung ans Bafa geschickt und das Amt diese geprüft und positiv beschieden hat. Wir helfen Ihnen, Ihren Antrag vorschriftsmäßig auszufüllen und einzureichen. Vereinbaren Sie gleich einen Termin!

Pellets und Hackschnitzel statt Kohle und Gas

Voraussetzung: Die alte Heizungsanlage ist mindestens zwei Jahre in Betrieb und soll ersetzt werden. Das Förderprogramm "Heizen mit Erneuerbaren Energien" ist mit Maßnahmen aus dem Angebot von Bafa und KfW kombinierbar.

Die bundeseigene KfW-Bank kennen die meisten Hausbesitzer und Bauherren im Zusammenhang mit dem sogenannten KfW-Standard, der die Energieeffizienz eines Hauses umschreibt. 2019 behält das Institut seine Förderprogramme bei.

Nachwuchs? Baukindergeld nutzen!

Seit dem Sommer 2018 gibt es für Familien das Baukindergeld. Häuslebauern und Käufern selbstgenutzter Eigentumswohnungen wird mit 12.000 Euro pro Kind, verteilt auf zehn Jahre, unter die Arme gegriffen. Familien beantragen das Baukindergeld direkt über die Internetseite der KfW, wo es unter dem Stichwort "Baukindergeld" oder unter der Bezeichnung Produkt 424 zu finden ist.

Auch wer kein Baukindergeld in Anspruch nimmt, kann von der KfW Geld für den Kauf oder Bau von Wohneigentum bekommen. Die Kreditanstalt vergibt bis zu 50.000 Euro als zinsgünstigen Kredit, der nicht an Einkommensgrenzen gekoppelt ist.

Bei Neubauten kann das Darlehen für den Kauf des Grundstücks, Baukosten sowie Neben- und Beraterkosten eingesetzt werden. Käufer von Bestandsbauten dürfen das Geld für Kaufpreis, Umbau und Modernisierung sowie für die Erwerbsnebenkosten verwenden.

Kredite mit KfW-Angeboten verknüpfen

Der Kredit kann mit anderen KfW-Angeboten – etwa zum energieeffizienten Bauen und Sanieren oder zum altersgerechten Umbau des Eigenheims verknüpft werden. Beim energetischen Bauen und Sanieren unterstützt die KfW außerdem mit einem Zuschuss von bis zu 4.000 Euro, wenn ein Experte für Energieeffizienz das Projekt begleitet. 

Wegen der Vielfalt rät Alexander Steinfeldt von der Beratungsgesellschaft CO2online Immobilienbesitzern, die Programme zu vergleichen und Berechnungstools zu nutzen. Die Beratungsgesellschaft erarbeitet im Auftrag des Bundes die Fördergeldbroschüre 2019.