Advent, Advent ein Lichtlein brennt …

Die Checkliste für Ihre Weihnachtsbeleuchtung

Zu Weihnachten gehört für viele die Lichterkette, wie der Adventskranz und das Plätzchen backen.  Laut einer aktuellen Umfrage werden in diesem Jahr rund 17 Milliarden Lämpchen in deutschen Haushalten leuchten. Um diesen Lichterglanz ganz gefahrlos genießen zu können, finden Sie hier ein paar Tipps rund um Ihre Weihnachtsbeleuchtung.

Achten Sie bei der Auswahl der Lichterkette immer auf die geprüfte Qualität. Hierzu zählen die anerkannten Prüfsiegel GS- beziehungsweise VDE-Zeichen, die sicherstellen, dass die Lichterdekorationen den europäischen Sicherheitsanforderungen entsprechen.

Sollte die Produktherkunft nicht klar definiert sein oder zu Schnäppchenpreisen angeboten werden, ist der Kauf hierfür nicht ratsam. Möchten Sie die Weihnachtsbeleuchtung auch im Außenbereich verwenden, wo sie mit Feuchtigkeit in Berührung kommt, dann sollte sie mit dem Kennzeichen IP 44 ausgezeichnet sein. Dieses gibt darüber Auskunft, dass sie für den Einsatz im Freien geeignet ist.

Sie möchten, dass Ihre alte Lichterkette auch dieses Jahr wieder in hellem Glanz erstrahlt? Dann überprüfen Sie sie vor der Inbetriebnahme sorgfältig auf mögliche Beschädigungen. Müssen einzelne Glühbirnen ausgetauscht werden, berücksichtigen Sie unbedingt die zugelassene Wattstärke. Stärkere Birnen können schnell eine hohe Hitze entwickeln und so zu Bränden führen.

Energiespar-Tipp: Sie möchten bei der weihnachtlichen Beleuchtung gerne Strom sparen?

Dann nutzen Sie für die Dekoration am besten LED-Lichterketten. Sie sind nicht nur energiesparend, sondern werden auch nicht so heiß wie herkömmliche Lichterketten. Das ist besonders praktisch für eine ungefährliche weihnachtliche Dekoration im Kinderzimmer oder in Räumen, in denen man sich nicht so häufig aufhält. Auch Pflanzen können so gefahrlos geschmückt werden.

Passend zu Weihnachten gibt es LED-Lichterketten inzwischen auch mit stimmungsvollem, warmem Licht. Doch das ist noch nicht alles: Wer seine Weihnachtsbeleuchtung gerne besonders komfortabel bedienen möchte, kann inzwischen auch auf Lichterketten zurückgreifen, die per Smartphone App steuerbar sind. Neben verschiedenen Lichtfarben sind sogar Leuchtdauer und Dimmstärke sowie verschiedene Leuchteffekte individuell einstellbar.

Strom sparen und gutes für die Umwelt tun

Alle Tipps für eine effiziente und sichere Weihnachtsbeleuchtung Zuhause im Überblick

Auch, wenn das Weihnachtsfest in diesem Jahr sicherlich anders gefeiert werden muss als bisher, kann die passende Beleuchtung dennoch zum stimmungsvollen Ambiente beitragen. Dabei sollte sie vor allem energiesparend und sicher sein:

  • Moderne LEDs benötigen nur einen Bruchteil der Energie herkömmlicher Leuchtmittel. Die energiesparenden Lampen halten zudem rund 50-mal länger als eine Glühbirne und leuchten etwa sechsmal stärker als herkömmliche Leuchtmittel. Über einen Zeitraum von zehn Jahren lassen sich so alleine für die Weihnachtsbeleuchtung Stromkosten von bis zu mehreren hundert Euro sparen.
     
  • Eine Zeitschaltuhr spart ebenfalls Energie – viele weihnachtliche Leuchtdekos und Lichterketten haben sie bereits eingebaut. Einige lassen sich sogar über Smart Home-Lösungen bequem vom Handy aus steuern.
     
  • Achten Sie zu Ihrer Sicherheit auf anerkannte Prüfsiegel, wie das GS-Zeichen (das bedeutet „Geprüfte Sicherheit“) und das VDE-Prüfzeichen. Die CE-Kennzeichnung dokumentiert zudem, dass die Sicherheitsanforderungen der EU-Niederspannungsrichtlinie eingehalten werden.
     
  • Brandgefahr geht nicht nur von Kerzen aus: Auch defekte Lämpchen und Kabel stellen ein potenzielles Risiko dar. Kontrollieren Sie daher Lichterketten und Co. auf eventuelle Schäden und tauschen Sie sie im Zweifel aus.
     
  • Achten Sie auf eine sichere Verlegung der Kabel, um Stolperfallen und Strangulationsgefahr auszuschließen. Gerade bei kleinen Kindern im Haus sollten auch die Steckdosen gesichert werden.
     
  • Nicht nur für die Weihnachtsbeleuchtung ist er ein „Muss“: Der FI-Schutzschalter. Im Sicherungskasten schützt er Personen das ganze Jahr über vor einem gefährlichen Stromschlag, zudem dient er dem Brandschutz. In Neubauten ist er schon lange Pflicht. Sollte im Altbau der FI-Schalter fehlen, kann eine Fachkraft den kleinen Lebensretter in der Regel recht einfach nachträglich installieren.
     
  • Im Außenbereich sind Lichterketten und andere Leuchtdekorationen den Witterungsverhältnissen ausgesetzt. Darum sollte sie je nach Lage zusätzlich vor Feuchtigkeit, Spritzwasser sowie Regen und Schnee geschützt werden. Folgende Kennzeichen weisen am Produkt auf einen solchen Schutz hin:
    - Dreieckssymbol mit Regentropfen („spritzwassergeschützt“)
    - Quadratsymbol mit Regentropfen („regenwassergeschützt“)
    - Kennzeichnung IP 144 („witterungsbeständig bei Schnee und Regen“)
     
  • Umwelt- und Artenschutz: Warme Lichtfarben schaffen ein schönes Ambiente und stören auch tierische Gartenbewohner weniger als kaltweißes Licht.
     
  • Wird das Licht nach unten statt nach oben gerichtet, kommt dies auch dem Schutz der Nacht entgegen.
     
  • Besonders nachhaltig betreiben Sie auch die sparsamste Weihnachtsbeleuchtung natürlich mit zertifiziertem Ökostrom.

Autoren: Natascha Oldenburg und Burkhard Beintken