Achtung! Ältere Energieausweise werden ungültig

Warum der Bedarfsausweis Vorteile hat

Bei Verkauf, Vermietung und Verpachtung von Immobilien ist ein aktueller Energieausweis Pflicht. In Deutschland gibt es zwei Arten von Energieausweisen: den Bedarfsausweis und den Verbrauchsausweis. Die Deutsche Energie-Agentur (dena) empfiehlt, sich einen Bedarfsausweis statt eines Verbrauchsausweises zu beschaffen.

2019 laufen die ersten Energieausweise von Wohnhäusern mit Baujahr 1966 und jünger ab. Sie haben eine Gültigkeitsdauer von zehn Jahren und sind seit Anfang 2009 ausgestellt worden. Hauseigentümer, die ihr Haus in naher Zukunft verkaufen, vermieten oder verpachten wollen, sind verpflichtet, einen aktuellen Energieausweis vorzulegen.

Auch die ersten Energieausweise von Nichtwohngebäuden laufen ab 01. Juli 2019 ab. Sie haben ebenfalls eine Gültigkeitsdauer von zehn Jahren. Wer einen neuen Energieausweis erstellt haben möchte, wendet sich am besten an einen qualifizierten Energieberater. Bei der Wahl des Energieausweises rät die dena zum Bedarfsausweis. Denn nur der ist wirklich aussagekräftig und macht unterschiedliche Häuser vergleichbar.

Warum ein Bedarfsausweis empfehlenswert ist

Der Verbrauchsausweis basiert auf den Verbrauchswerten der vergangenen drei Jahre. Damit hängen die ausgewiesenen Angaben stark vom Verhalten der jeweiligen Bewohner ab.

Aus diesem Grund empfiehlt die dena den Bedarfsausweis. Hierfür berechnet ein Energieberater anhand einer technischen Analyse aller Gebäudedaten den Energiebedarf. Anschließend dokumentiert er den energetischen Zustand des Gebäudes, und zwar unabhängig vom Nutzerverhalten. Kriterien sind die Qualität der Gebäudehülle (Fenster, Decken und Außenwände) sowie der Anlagen für Heizung, Lüftung und Warmwasserbereitung. Auch der eingesetzte Energieträger (z. B. Erdgas oder Heizöl) wird berücksichtigt.

So stellt der Bedarfsausweis den energetischen Zustand des Gebäudes genauer dar als der Verbrauchsausweis. Auch mögliche Sanierungsmaßnahmen, mit denen der Zustand verbessert und der Wert der Immobilie gesteigert werden kann, lassen sich exakter aufzeigen.

Generell haben Eigentümer die Wahl zwischen einem Bedarfs- und einem Verbrauchsausweis. Mit einer Ausnahme: Ein Bedarfsausweis ist verpflichtend für noch nicht energetisch sanierte Bestandsgebäude mit bis zu vier Wohnungen, deren Bauantrag vor dem 01. November 1977 gestellt wurde.

Erste Energieausweise für ältere Wohnhäuser und Neubauten bereits abgelaufen

Wohnhäuser mit einem Baujahr bis 1965 brauchen bereits seit Juli 2008 einen Energieausweis, Neubauten oder umfassend modernisierte Gebäude seit Inkrafttreten der Energieeinsparverordnung (EnEV) 2002 am 01. Februar 2002. Für diese Fälle sind die ersten Energieausweise entsprechend früher abgelaufen und mussten bereits erneuert werden.

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