08/2019

Engagement der RhönEnergie Fulda für Vogelschutz

An vielen Orten im Netzgebiet der RhönEnergie Fulda-Gruppe stehen Turmstationen, die für das Stromnetz nicht mehr benötigt werden. Schon vor Jahren hat der Energieversorger die schlanken hohen Gebäude dem Naturschutz zur Verfügung gestellt. So auch im Mittelsinn. Aus dem Turm wurde ein Vogel- und Fledermaus-Hotel mit einladenden Nist- und Schlafplätzen. Da ließen die gefiederten Gäste nicht lange auf sich warten.

Auch für die selten gewordenen Turmfalken gibt es in Mittelsinn einen Brutkasten. Hier zog im Frühjahr 2019 ein Vogelpaar ein und widmete sich der Familiengründung – mit Erfolg. Vor kurzem entdeckten Vogelfreunde fünf junge Turmfalken, die im Sommer flügge sein werden.    

Die RhönEnergie Fulda übergab der Gemeinde die ausgediente Turmstation im März 2017. Sie wird vom örtlichen Obst- und Gartenbauverein betreut und bietet zahlreichen Vögeln artgerechte „Wohnungen“: vom Grauen Fliegenschnäpper über den Hausrotschwanz und die Bachstelze bis hin zu Höhlenbrütern wie Kleiber und Meise.

Vogelschutz auf vielen Ebenen

Auch in anderer Hinsicht engagiert sich das Unternehmen seit Jahren für den Vogelschutz: In Abstimmung mit Naturschutzverbänden stellte die RhönEnergie Fulda im Laufe der Zeit ca. 40 Storchennester auf und trug so maßgeblich dazu bei, dass der Weißstorch in der Region wieder heimisch wurde. Hinzu kommen andere inzwischen standardmäßig vorgenommenen Maßnahmen für den Vogelschutz: Sitzstangen auf Gittermasten, „vogelsichere“ Isolierungen und Schutzeinrichtungen sowie Nistkästen und Fledermaus-Schlafplätze an vielen eigenen Gebäuden der Gruppe.

So haben im Laufe der Jahre nicht nur in Mittelsinn zahllose Vögel, darunter oft bedrohte Arten, mit Unterstützung der RhönEnergie Fulda das Licht der Welt erblickt. 

Sitzstangen, Brutkästen und mehr

Maßnahmen für den Vogelschutz:

Neben ihrem Engagement für den Weißstorch  erbringt die RhönEnergie Fulda auch auf anderen Ebenen Leistungen für den Vogelschutz – weniger auffällig, aber nicht minder wirkungsvoll.

Wer gerne in der Natur unterwegs ist, weiß, dass sich Greifvögel bevorzugt auf erhöhte Punkte setzen und die Umgebung nach Beutetieren abscannen. In ländlichen Gebieten sind die hohen Gittermasten der Stromfreileitungen bei den Vögeln beliebte Aussichtspunkte. Sie können den Tieren aber auch gefährlich werden. Denn wenn sie ihre Schwingen ausbreiten und mit Strom führenden Leitungen in Berührung kommen, kann das ihr Ende sein. Deshalb hat das Unternehmen bereits in den 90er-Jahren damit begonnen, am höchsten Punkt von Gittermasten eine Vogelsitzstange zu installieren. Die nehmen die Vögel gerne an und sitzen damit in sicherem Abstand zu den Leitungen.

So wurden an Masten im Mittelspannungsnetz im Laufe der Jahre rund 900 Vogelsitzstangen montiert. Über 3.000 Masten wurden mit Isolierungen und anderen Schutzeinrichtungen versehen und damit „vogelsicherer“ gemacht. 

Möglichkeiten ganz anderer Art bieten nicht mehr benötigte Turmstationen auf dem Land, die früher als Knotenpunkte im Leitungsnetz fungierten. Die freistehenden Gebäude eignen sich hervorragend zur Anbringung von Brutkästen. Jede Vogelrasse wünscht sich da ein anderes Modell.

Eine ausgediente Turmstation in Gruben bei Hünfeld wurde entkernt und dann innen und außen mit Schleiereulen-Quartieren, Vogelnistkästen, Fledermauskästen und Fledermausnischen versehen. Dafür erhielt die umgerüstete Turmstation von Naturschutzverbänden die Auszeichnung „Fledermausfreundliches Haus“. Etliche weitere nicht mehr benötigte Turmstationen wurden Naturschutz-verbänden übereignet und dienen heute als „Vogelhotel“.

Nicht zuletzt brachte die RhönEnergie Fulda an etwa 40 eigenen Gebäuden rund 140 Nistkästen und Fledermaus-Schlafplätze an.

So haben im Laufe der Jahre zahllose Vögel, darunter oft bedrohte Arten, als Gäste des regionalen Stromversorgers das Licht der Welt erblickt. 

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