RhönEnergie Fulda fördert Belüftungsanlage

Sauerstoff-Kur für Rasdorfer Fischteiche

Erneuerbare Energien und Energie-Effizienz haben seit der Energiewende stark an Bedeutung gewonnen.  Was hinter diesen abstrakten Begriffen stecken kann, zeigt ein handgreifliches Beispiel aus Rasdorf. Mit clever eingesetztem Sonnenstrom und innovativer Technik erhalten hier die Fische in zwei Teichen Extra-Sauerstoff. Die RhönEnergie Fulda-Gruppe macht’s möglich.

Früher mussten die Mitglieder des Fischereiverein Rasdorf e.V. mehrfach erleben, dass in heißen Sommern wie im Rekordjahr 2018 viele Fische wegen Sauerstoffmangels verendeten. Das ist nun Vergangenheit. Denn seit dem Frühsommer 2019 gibt es in den Fischteichen im Rasdorfer Naherholungsgebiet Bornmühle eine Sprudler-Anlage. Sie presst Wasser an die Luft, damit es sich mit frischem Sauerstoff aufladen kann. Den Strom dafür  produziert direkt vor Ort eine Photovoltaikanlage. In den heißen Monaten des Jahres 2019 hat sich dieses System bestens bewährt.

Finanziert wurde die innovative Anlage aus dem Förderprogramm für Energie-Effizienz und Erneuerbare Energien der RhönEnergie Fulda-Gruppe. Bei einem Lokaltermin Anfang Oktober 2019 statteten Dr. Arnt Meyer, Geschäftsführer der RhönEnergie Fulda, sowie weitere geladene Gäste den Fischteichen einen Besuch ab.

Perfekte Lösung

„Eine Photovoltaikanlage erzeugt Strom, der in einem Speicher bedarfsgerecht vorgehalten werden kann. Dem Wassersprudler steht also jederzeit genug Energie zur Verfügung“,  kommentiert Matthias Hahner, technischer Geschäftsführer der zur RhönEnergie-Gruppe gehörenden OsthessenNetz GmbH. Er koordiniert das Förderprogramm.

Dr. Arnt Meyer stellt die positive Resonanz auf das Förderprogramm heraus: „Wir sind immer wieder beeindruckt, was für gute Ideen uns vorgetragen werden. Uns geht es um Energie-Effizienz und innovative Ansätze zur Nutzung erneuerbarer Energien. Das ist hier in Rasdorf gut gelungen.“

Eigennutzung plus Einspeisung

Die PV-Anlage hat eine Leistung von 29 kW peak und erzeugt rund 23.000 Kilowattstunden pro Jahr, was rechnerisch dem Bedarf von sechs Haushalten entspricht. Ein Viertel der Produktion wird für den Wassersprudler benötigt, der Rest wird ins Stromnetz der RhönEnergie Fulda eingespeist. Die Installation des Systems übernahm die Klüber Energie GmbH. Der über eine Zeitschaltuhr gesteuerte Sprudler läuft im Schnitt etwa 12 Stunden pro Tag, in heißen Wochen auch länger. Dank des angeschlossenen Speichers kann er auch nachts, wenn keine Sonne scheint, betrieben werden.

Titelbild: Freuen sich über die gelungene Lösung: (v. re.) Frank Klüber (Klüber Energie GmbH), Jürgen Hahn (Bürgermeister von Rasdorf), Dr. Arnt Meyer (Geschäftsführer der RhönEnergie Fulda), Christoph Pralle (Erster Beigeordneter, Rasdorf), Matthias Hahner (technischer Geschäftsführer der OsthessenNetz GmbH), Paul Gollowitzer (Vorsitzender des Fischereivereins Rasdorf), Rainer Busold (Fischereiverein) und Peter Malolepszy (Bürgermeister von Hosenfeld).

Foto: RhönEnergie Fulda / Marzena Seidel