Impulse für „nachtgerechte“ Beleuchtung: Staatssekretär Conz besucht den Musterleuchtenpark der RhönEnergie Fulda

Als Sternenstadt ist Fulda dem Schutz der Nacht verpflichtet, insbesondere im Bereich der öffentlichen Beleuchtung. Dabei spielt die RhönEnergie Fulda eine zentrale Rolle. In seinem Musterleuchtenpark demonstriert der regionale Versorger, wie man es richtig macht. Bei einem Lokaltermin in Fulda zeigte sich der Staatssekretär Oliver Conz aus dem hessischen Umweltministerium sehr beeindruckt von diesem Engagement. Ein Leuchtenpark ist bei Energieversorgern eher noch die Ausnahme.

Öffentliche Beleuchtung dient der (Verkehrs-)Sicherheit. Das muss nicht zu Lasten der Umwelt gehen. Heute gibt es Leuchten, die Fahrbahnen, Plätze und Bürgersteige in einem warmen Licht und ohne unerwünschte Abstrahlung in den Himmel angemessen beleuchten. Intelligent geschaltet, sparen moderne Leuchten sogar noch Kosten. Dies ist der Kern der Botschaft, die der Lichtexperte der RhönEnergie Fulda-Gruppe, Lothar Seyfried, dem Staatssekretär und dessen Begleitern bei deren Lokaltermin in Fulda eindrucksvoll vermittelte.

Staatssekretär Conz, dessen Haus vor einigen Monaten eine umfangreiche Broschüre zur nachhaltigen Beleuchtung von Industrie und Gewerbe herausgebracht hat, bewies mit seinen vielen Fragen Interesse und Sachkunde. Schließlich hat die Bedeutung einer intelligenten Beleuchtung immer mehr zugenommen. Der clevere Umgang mit öffentlichem Licht schützt die Natur (z. B. Insekten und Vögel), dient der menschlichen Gesundheit, schafft in den Städten ein angenehmes Ambiente und entlastet langfristig die Kassen der Städte und Gemeinden.

Die RhönEnergie Fulda gehört in Deutschland zu den Pionieren nachhaltiger Außen-beleuchtung. Ihr Musterleuchtenpark am Stadtrand von Fulda gibt den Besuchern vielfältige praktische Anregungen. Der Besuch des Staatssekretärs zeigt, dass diese konstruktiven Impulse von der hessischen Landesregierung gewürdigt werden.  

Über 31.000 Leuchten in 36 Kommunen

Zu den Aufgaben, welche die RhönEnergie Fulda-Gruppe in ihrem Netzgebiet übernimmt, gehört auch die Betriebsführung der Straßenbeleuchtung. Dabei setzt das Unternehmen seit langem auf umweltgerechte Beleuchtung.

Alle neuen LED-Leuchten werden grundsätzlich mit der Lichtfarbe 3.000K (warmweiß) errichtet. In ökologisch sensiblen Bereichen (z. B. in den Fulda-Auen und auf der Wasserkuppe) sowie auf Kundenwunsch ist auch ein Einsatz von Leuchten in der besonders warmen Lichfarbe „Amber“ (2.000K) möglich. Da ihr Licht kaum Blauanteile aufweist, geht von diesen bernsteinfarbenen Leuchten nur eine sehr geringe Beeinflussung von Insekten und anderen Tieren aus.

Die von der RhönEnergie Fulda-Gruppe verantwortete Straßenbeleuchtung erfolgt in der Regel im Dimm-Betrieb. Hierbei wird die Leistung der Leuchten in der verkehrsschwachen Nachtzeit ab 22:30 Uhr um 50 Prozent reduziert und ab 5:30 Uhr wieder auf 100 Prozent hochgeregelt. Das vermeidet Lichtverschmutzung und spart eine Menge Energie. Das menschliche Auge nimmt diese Absenkung um die Hälfte kaum wahr, was sich im Musterleuchtenpark eindrucksvoll demonstrieren lässt. Per Tablet können hier verschiedene Dimmstufen simuliert werden.

Die Leuchtenstraße auf dem Betriebsgelände der RhönEnergie Fulda in der Daimler-Benz-Straße (neben der Hochschule Fulda) besteht seit dem Jahr 2009 und umfasst aktuell 15 verschiedene Leuchten. Hier können sich interessierte Mitarbeiter der Städte und Gemeinden und andere Besucher über die verschiedenen Leuchtentypen, Lichtfarben und Abstrahloptiken informieren.