07/2019

Den Schutz der Nacht vorangebracht: IDA-Experte lobt die Arbeit der RhönEnergie Fulda

Im Frühjahr 2019 wurde Fulda zur Sternenstadt erklärt und ergänzt damit den bereits seit fünf Jahren bestehenden Sternenpark Rhön. Die Zertifikate stammen von der International Dark-Sky Association (IDA.) Deren Kommunikationschef Dr. John Barentine kam in der ersten Juli-Woche zu einem Lokaltermin nach Fulda. Die Serie seiner Treffen mit regionalen Verantwortungsträgern begann mit einem Gespräch mit Martin Heun, dem Sprecher der Geschäftsführung der RhönEnergie Fulda. Denn eine „nachtgerechte“ öffentliche Beleuchtung gibt es nur da, wo der örtliche Energieversorger mitzieht. Das tut die RhönEnergie Fulda-Gruppe nach Aussage von Dr. Barentine in vorbildlicher Weise. Auch deshalb gilt die Region Fulda in den Kreisen der Nachtschützer als Vorzeigemodell.  

Die RhönEnergie Fulda-Gruppe ist in ihrem Netzgebiet für rund 33.000 Straßenleuchten zuständig,     davon ca. 8.500 im Stadtgebiet Fulda. Für den Sternenpark Rhön (zu dem auch der hessische Teil des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön gehört) und für die Sternenstadt Fulda gibt es hinsichtlich der öffentlichen Leuchten klare Vorgaben: Die Leuchte muss so geneigt sein, dass kein Licht in den Himmel abstrahlt. Eine warme Lichtfarbe macht sie insektenfreundlich und irritiert nicht die Nachtvögel. Und eine intelligente Steuerung (weniger Licht in verkehrsschwachen Zeiten) spart Energie.

All dies klingt einleuchtend,  ist aber noch längst nicht überall selbstverständlich. Die RhönEnergie Fulda hingegen hat schon vor Jahren mit entsprechenden Umrüstungen begonnen. Deshalb erfüllt bereits ein großer Teil ihrer Leuchten die Beleuchtungsvorgaben für Sternenpark und Sternenstadt. Und da, wo alte Leuchten ausgetauscht werden müssen, wählen die osthessischen Beleuchtungsexperten von vornherein eine nachtgerechte Lösung.

Dr. Barentine: „Dies alles hilft uns bei unserem Anliegen in der Region die Außenbeleuchtung im Sinne der IDA-Ziele zu optimieren. Die Unterstützung der RhönEnergie hat die Nominierung der Stadt Fulda als Dark Sky Community entscheidend vorangebracht.“

Schon seit Jahren auf dem richtigen Weg

Die gute Vorarbeit und die lange Erfahrung der Rhönenergie Fulda seien für die IDA ein gewichtiger Grund für die Vergabe der Zertifikate gewesen, unterstreicht Dr. Barentine. Bereits 2016 habe seine Organisation den technischen Geschäftsführer der OsthessenNetz GmbH , Matthias Hahner, mit dem Lighting Design Award ausgezeichnet. Begründet wurde dies mit der Installation einer nachhaltigen, nachtfreundlichen Beleuchtung auf der Wasserkuppe im Umfeld des Rhön-Info-Zentrums.

Der Schutz der Nacht wiederspricht nicht den Interessen eines Energieversorgers 

Die Vermutung, ein Energieversorger schade seinen geschäftlichen Interessen, wenn er sich für eine nachtgerechte Beleuchtung einsetzt, weist Dr. Barentine von sich: „Kluge und weitsichtige Geschäftsführer von Energieversorgern wie Herr Heun haben erkannt, dass der Schutz der Nacht als positiv besetztes Thema zur Firmenphilosophie passt. Auf den ersten Blick mag es paradox erscheinen, dass eine Reduzierung des Lichteinsatzes in der Nacht für einen Stromversorger gut sein kann. Aber es ist so. Der Einsatz für eine nachtgerechte Beleuchtung macht den Energieversorger in den Augen seiner Kunden sympathisch, weil er sich „als guter Nachbar” für ein Ziel einsetzt, das für eine breite Öffentlichkeit erstrebenswert ist.“

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