Region 01/2017

Zu Gast in Schlüchtern

Knotenpunkt im Bergwinkel

„Bergwinkel“, das klingt nach einem versteckten Idyll. Wer diesen Namen hört, vermutet eher Nostalgie als Dynamik. Doch das täuscht. Denn die Region, in der die Mittelgebirge Rhön, Vogelsberg und Spessart aufeinandertreffen hat nicht nur reichlich Natur aufzuweisen, sondern auch viele sehr erfolgreiche Betriebe. Die meisten davon in Schlüchtern.

Dass das Mittelzentrum Schlüchtern sowohl als Wohnort als auch als Wirtschaftsstandort hoch im Kurs steht, hat einen Grund: Der Kernort und viele der dörflichen Stadtteile haben historisches Flair, bieten gleichzeitig aber auch zahlreichen Unternehmen Möglichkeiten zur Entwicklung. Wer hier wohnt, hat gute Chancen, auch heimatnah einen Arbeitsplatz zu finden. Wer dennoch pendelt, ist gut angebunden. Denn sowohl Fulda als auch das Rhein-Main-Gebiet sind bequem zu erreichen.

Immer schon war Schlüchtern geografisch günstig gelegen. Die mittelalterliche Via Regia, „Des Reiches Straße“, welche die schon damals bedeutenden Messestädte Frankfurt und Leipzig verband, führte über Schlüchtern. Das brachte Geld und Impulse in die Stadt.

Heute geht der Verkehr auf der Autobahn an Schlüchtern vorbei. Dies lässt der Stadt im wahrsten Sinne des Wortes Luft. Die Innenstadt wirkt einladend. Dazu tragen vor allem die vielen historischen Gebäude bei, besonders das Benediktinerkloster. In der frühen Neuzeit war es Sitz eines Gymnasiums. Im 16. Jahrhundert galt es als eine der besten Schulen im deutschsprachigen Raum. Heute ist in dem restaurierten Gebäude das Ulrich-von-Hutten-Gymnasium untergebracht. Der Ost- und der Westturm des Klosters und der Turm der Stadtkirche St. Michael finden sich im Logo der Drei-Turm-Stadt wieder.

Doch Schlüchtern besteht nicht nur aus dem traditionsreichen Kernort, sondern hat auch zwölf Ortsteile, die jeder für sich ihre Geschichte haben. Ramholz im Stadtteil Vollmerz ist da ein Beispiel. Versteckt im Wald liegt hier die Ruine Burg Steckelberg, auf der 1488 der Humanist und Dichter Ulrich von Hutten geboren wurde. Deutlich jünger, aber ein noch attraktiverer Anziehungspunkt, ist Schloss Ramholz mit seinem schönen Park.

All diese historischen Sehenswürdigkeiten sind von Natur umgeben, von Wiesen und Wäldern mit großer Artenvielfalt, durchzogen von der Kinzig und vielen Bächen. Kein Wunder also, dass die Stadt seit 1966 das Prädikat „Luftkurort“ führen darf.

Bürgermeister Matthias Möller

Ich lebe gern im Luftkurort Schlüchtern, …

  • denn hier im Bergwinkel haben wir eine wunderschöne Naturlandschaft, die zum Wandern, Walken und Radfahren einlädt. In und um Schlüchtern gibt es eintolles gastronomisches Angebot mit vielen Kneipen, Restaurants oder kleinen Cafés, die zum Verweilen einladen.
  • weil unsere Stadt mitten in Deutschland liegt und eine sehr gute infrastrukturelle Lage mit direkter Anbindung an die A 66 hat. Die Gewerbesteuer-Einnahmen zeigen, dass Schlüchtern sich in den Bereichen Handel, Handwerk und Kultur auf einem aufsteigenden Ast befindet. Der große Neubau der Firma Engelbert Strauss ist eine Aufwertung des lokalen Gewerbes.
  • weil Schlüchtern als familienfreundlicher Standort über ein breites Angebot im Bereich der Kinderbetreuung verfügt. Hier wird von städtischer Seite viel investiert. Unsere hervorragende Vereins- und Kulturlandschaft mit über 180 Vereinen in Schlüchtern ist überregional bekannt und bietet der ganzen Familie vielfältige Möglichkeiten für Freizeit und Erholung.

 

Neuer Premiumwanderweg "Spessartbogen"

Der Premiumwanderweg „Spessartbogen“ im nördlichen Spessart wurde 2011/2012 neu angelegt. Vom Luftkurort Schlüchtern im Osten führt er auf 91,5 km zum Buchberg bei Langenselbold im Westen. Dabei folgt er dem idyllischen Flusslauf der hessischen Kinzig. Der Name „Spessartbogen“ leitet sich vom Verlauf des Hauptwegs ab, der einem Bogen ähnelt. Der Startpunkt des „Spessartbogens“ ist in Schlüchtern an der Mauerwiese am „Napoleonstürmchen“. Von hier aus führt der Weg über die malerischen Spessartdörfer Marjoß und Mernes bis in die Kurstadt Bad Orb. Durch das wildromantische Biebertal geht es weiter bis nach Langenselbold. Wiesenwege durch grüne Täler, sanfte Hügel und die einzigartige Waldlandschaft des hessischen Spessarts charakterisieren den Wanderweg. Schmale Pfade und naturnahe Wege jenseits der altbekannten Wanderrouten unterstreichen das besondere Flair dieses hessischen Fernwanderwegs.

Extra-Tipp

Die erste Etappe des „Spessartbogens“ von Schlüchtern bis zum Willingsgrundweiher ist 15 km lang und kann in etwa 4,5 Stunden zurückgelegt werden. Am Weiher gibt es einen Biber-Lehrpfad. Ein praktischer Hinweis: Da dies kein Rundweg ist, kann man vor dem Start auf dem Wanderparkplatz „Willingsgrundweiher“ ein Fahrzeug für die Rückfahrt nach Schlüchtern abstellen.

www.spessartbogen.de

 

Auf einen Blick

Einwohner: ca. 16.500 Einwohner, verteilt auf 12 Stadtteile

Infrastruktur: Das Mittelzentrum Schlüchtern liegt im östlichen Main-Kinzig-Kreis, angrenzend an den Landkreis Fulda. Die Autobahn A 66 hat zwei Abfahrten nach Schlüchtern und auch die Bahnanbindung ist gut: Die Stadt liegt an der Regionalbahn-Strecke Fulda-Frankfurt.

Schlüchtern ist Sitz zahlreicher Handwerks- und Industriebetriebe. Größter Arbeitgeber der Stadt sind die Main-Kinzig-Kliniken.

Geschichte: Schlüchtern wurde im Jahre 993 erstmals urkundlich erwähnt. Das bauhistorisch interessante Kloster wurde der Legende nach im 8. Jh. vom Heiligen Burkard gegründet. Highlights der Stadtgeschichte werden im Bergwinkel Museum in der Kernstadt thematisiert.

Kontakt: Büro für Touristik, Kultur und Freizeit, Krämerstr. 5, 36381 Schlüchtern, Mail: info@schluechtern.de, Tel: 06661/85-0

Termine: Der neue Schlüchterner Helle Markt: 5. – 7. Mai 2017. Motto: „Smarte Mobilität für Schlüchtern“, Ort: Innenstadtbereich Schlüchtern

Internationaler Museumstag: 21. Mai 2017, 10.00 – 18.00 Uhr. Mit Versteigerung, Bücher-Flohmarkt, Museums-Café, Puppenbühne u.v.m., Ort: Bergwinkel Museum Schlüchtern

www.schluechtern.de

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