Region 03/2016

Zu Gast in Eiterfeld

Geschäftiges Treiben mitten im Grünen

Wer die von der herrlichen Landschaft der Kuppenrhön umgebene Kommune besucht, mag kaum glauben, dass es in den so ländlich geprägten Ortsteilen über 2.000 Arbeitsplätze gibt. So machen die Eiterfelder dem Beinamen „Marktgemeinde“ alle Ehre.

Schon lange vor dem gemeinsamen Kochabend stand für Bürgermeister Hermann- Josef Scheich fest, was in Eiterfeld gekocht werden würde: heimisches Wild. Die Wälder und Felder Eiterfelds haben in dieser Hinsicht eine Menge zu bieten. Und der Bürgermeister wusste auch sofort, mit wem er zusammen kochen wollte: mit Patrick Spies, seinem Nachbarn. Der hat den Vorzug, Profikoch zu sein – sogar einer mit Stern. So steht dann in Eiterfeld-Leimbach ein ungewöhnliches Gespann am Herd der Familie Scheich: der erfahrene Verwaltungsmann und der abgebrühte Kochprofi. Das kann nur gut enden: Der Rehrücken im Brotmantel mit seinen Beilagen und das fruchtige Dessert erweisen sich für die Gäste als wahre Gaumenfreude – und als ein gutes Beispiel dafür, dass die Eiterfelder nicht nur zupacken, sondern auch genießen können.

„Ich kenne Patrick bereits seit seiner Kinderzeit und freue mich, dass er als Koch so erfolgreich ist“, sagt Hermann-Josef Scheich über seinen Nachbarn. Der hat in Fulda im Goldenen Karpfen gelernt und anschließend an mehreren Stationen Erfahrungen gesammelt: unter anderem in St. Moritz in der Schweiz, in Köln sowie bei Starkoch Jörg Müller auf Sylt. Inzwischen ist Patrick Spies bereits seit fünf Jahren Küchenchef im Romantikhotel „Zum Stern“ in Bad Hersfeld, das neben dem normalen Restaurant auch das Gourmetrestaurant „L’étable“ betreibt. Die Heimat von Patrick Spies aber ist der Eiterfelder Ortsteil Leimbach. „Ich freue mich, wenn ich zu Hause bin und auch mal Zeit für meine Freunde habe“, sagt er. Die Gäste an diesem Abend haben das geschmeckt.

 

EITERFELD AUF EINEN BLICK:

Einwohner:
ca. 7.500, verteilt auf den Kernort und 16 angegliederte Ortsteile sowie drei Weiler

Geschichte:
Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes Eiterfeld erfolgte im Jahre 845 in zwei Urkunden, die von König Ludwig und von dem Abt Haddo I. von Fulda in der Königspfalz in Frankfurt ausgestellt wurden. Dabei ging es um einen Gütertausch: Der König trat seine Liegenschaften in „Eitrafeldon Marcha“ an das Kloster in Fulda ab und erhielt dafür im Gegenzug Besitz in einigen thüringischen Dörfern.

Infrastruktur:
Eiterfeld ist Gewerbestandort und Zentrum zum Einkaufen. Es gibt etliche Einzelhandelsgeschäfte mit einer breiten Produktpalette, verschiedene Einkaufsmärkte sowie zahlreiche Dienstleister. Die Gewerbestruktur wird durch Hightech-Unternehmen, Systemanbieter von der Programmentwicklung bis zur Veredelungstechnik, Chemieanlagenbauer sowie junge Firmen für Oberflächen- und Veredelungstechnik geprägt. Jährlich wiederkehrende, weit über Eiterfeld hinaus bekannte Märkte unterstreichen die Bedeutung der Kommune als Marktgemeinde.

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