Region 02/2017

Zu Gast in Dipperz

Das Tor zur Rhön

Verlässt man die Barockstadt Fulda Richtung Südosten, beginnt nach der Überquerung der A 7 die Natur. Mit jedem Kilometer auf der B 458 wird es hügeliger. Jenseits der Straßen entdeckt man idyllische Wiesentäler und Wälder. Eine gefällige Landschaft, Gebiet der Gemeinde Dipperz. Man ist noch nicht in der Rhön, aber sieht sie unmittelbar vor sich.

Die Vorderrhön hat was. Als Dipperz vor Hier lebe ich gern, weil ... einigen Jahren am Ortseingang ein neues Baugebiet auswies, waren die 60 Grundstücke schnell vergeben, überwiegend an junge Familien. Vielen Interessenten habe er absagen müssen, berichtet Bürgermeister Klaus-Dieter Vogler.

Das neue Baugebiet „Eichberg“ entstand im Zusammenhang mit der Umlegung der B 458 und der Umgestaltung der Ortsmitte. Bis zum Sommer 2014 hatte sich die stark befahrene Bundesstraße mitten durch den Kernort gewunden. Das beeinträchtigte die Menschen im Ort und hielt die Autofahrer auf. Für viele Durchfahrende war das „Straßendorf“ Dipperz ein Nadelöhr. Heute ist das anders. „Wer in die Rhön und Richtung Meinigen will, kann Dipperz bequem umfahren und gewinnt ein paar Minuten“, erläutert der Bürgermeister. „Und diejenigen, die sich im Ort aufhalten möchten, tun dies heute unter viel günstigeren Vorzeichen als früher.“

Kein Zweifel: Der Kernort hat sich in den letzten Jahren stark gewandelt. Die im Juni 2017 eingeweihte neue Ortsmitte kommt bei den Menschen an. Die frühere Bundesstraße ist heute deutlich schmaler und hat breite Bürgersteige.

Der Platz vor dem Rathaus wurde umgestaltet und der Bachlauf der „Wanne“, den früher kaum jemand wahrnahm, in das Ensemble einbezogen. Vor dem Rathaus ist freier Raum entstanden, der sich auf der anderen Straßenseite vor der Kirche fortsetzt.

50 Bäume werden gepflanzt und Beete angelegt. „Der dörfliche Charakter kommt wieder zum Vorschein“, freut sich der Bürgermeister. „Hier werden sich die Menschen gerne aufhalten. Und mit dem neuen Gewerbegebiet an der Bundesstraße haben wir zusätzliche, gut erreichbare Einkaufsmöglichkeiten geschaffen.“

Ortsteile in idyllischer Lage

Neben dem gleichnamigen Hauptort hat die Gemeinde Dipperz noch sieben weitere Ortsteile. Einige von ihnen blicken auf eine sehr lange Geschichte zurück und können ein reges Vereinsleben vorweisen. Armenhof und Friesenhausen sind die beiden größten Ortsteile. Aber auch die Streusiedlung Kohlgrund und die kleinen Orte Wolferts, Finkenhain und Dörmbach gehören zur Gemeinde – und Wisselsrod, das viele aus Fulda kommende Radfahrer kennen. Die ruhigen Nebenstraßen und Wege der Gemeinde eröffnen Radlern, Nordic Walkern und Wanderern ein abwechslungsreiches und landschaftlich reizvolles Terrain.

All dies trägt dazu bei, dass sich Dipperz als vitale Gemeinde fühlt und einen guten Altersdurchschnitt aufweist. „Hier lässt es sich gut leben“, bilanziert der Bürgermeister. Die Zahlen geben ihm recht.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bürgermeister Klaus-Dieter Vogler (Foto: Uli Mayer)

Hier lebe ich gern, weil ...

  • wir nur wenige Minuten in die Barockstadt Fulda, in die herrliche Rhön oder zum Autobahnanschluss Fulda-Mitte der A 7 brauchen.
  • unser Gemeindegebiet in einer sehr reizvollen und abwechslungsreichen Landschaft liegt, die vom Tal der „Wanne“ und den ersten Kuppen der Rhön geprägt wird. Es gibt hervorragende Wander- und Radfahrmöglichkeiten.
  • wir eine gute Infrastruktur und alles Notwendige vor Ort haben: Grundschule, zwei Kindertageseinrichtungen, Ärzte, verschiedene Einkaufsmöglichkeiten, Kirchen beider Konfessionen, Sport- und Tennisplätze, zahlreiche Spielplätze, gute Verbindungen des öffentlichen Nahverkehrs u.v.m.
  • wir ein vielfältiges und aktives Vereinsangebot vorweisen können, man dadurch schnell Anschluss findet und in allen Ortsteilen ein ausgeprägtes bürgerschaftliches Engagement herrscht.
  • sich meine Familie hier einfach wohlfühlt.

 

Blickfang aus Backstein: Kirche St. Antonius und St. Placidus

 

Früher rollten die Autos an ihr vorbei, nach Umgestaltung des Dorfkerns wird sie wieder angemessen präsentiert: die katholische Kirche. Der kreuzförmige Backsteinbau in neuromanischen Formen entstand Ende des 19. Jahrhunderts. Zur Straße zeigt sich die Rückfront, das Hauptportal (Bild 1) geht zur anderen Seite. Überragt wird das Gotteshaus von einem dreistöckigen Glockenturm.

Der Innenraum mit seinem hohen Kreuzgewölbe (2) birgt sehenswerte Details, darunter einen aufwendig gestalteten neuromanischen Altar aus Marmor und Sandstein.Über den Seitenaltären befinden sich große Fresken. Auf den zweiten Blick entdeckt man kleine barocke Holzplastiken der Namenspatronen Antonius der Einsiedler und Placidus.

Ein alter Taufstein aus der Kirche steht im Garten des nahe gelegenen Pfarrhauses (3)

 

 

AUF EINEN BLICK:

Einwohner:
3.645, davon 2.185 im Hauptort (Stand: Dez. 2016)

Ortsteile:
Armenhof, Dipperz, Dörmbach, Finkenhain, Friesenhausen, Kohlgrund, Wisselsrod und Wolferts, überwiegend im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön

Infrastruktur:
Dank seiner hervorragenden Verkehrsanbindung (A 7, ICE-Halt Fulda) und der unmittelbaren Nähe zum Oberzentrum Fulda ist Dipperz ein idealer Standort zum Wohnen und Arbeiten. Die Gemeinde verfügt über zahleiche Gewerbebetriebe (Holz- und Metallbau, Wasserstrahlschneiden, Spedition) und am Ortsrand des Kernortes über ein aufstrebendes Gewerbegebiet.

Die Gemeinde profitiert zudem davon, dass sie am Rande der Rhön liegt. Daraus zieht vor allem der anerkannte Erholungsort Friesenhausen Nutzen. 2016 zählte die Gemeinde über 45.000 Übernachtungen.

Geschichte:
Älteste Ortsteile sind Friesenhausen und Wolferts; sie werden 824 erstmals urkundlich erwähnt. Die zwei silbernen, gekreuzten Dreschflegel im Gemeindewappen deuten einmal den früher überwiegend landwirtschaftlichen Charakter der Gemeinde an, nehmen aber zugleich Bezug auf den Beginn des Bauernkrieges im Jahr 1525, der im fuldischen Raum von Dipperz ausging.

Kontakt:
Gemeinde Dipperz
Telefon: 06657 9633-0
E-Mail: info@dipperz.de

www.dipperz.de

 

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