Kundenporträt 02/2017

Unsichtbares sichtbar gemacht

Radiologisch-Nuklearmedizinische Gemeinschaftspraxis

Um die Ursache von Beschwerden zu erkennen und eine erfolgversprechende Therapie auswählen zu können, brauchen Ärzte präzise Informationen. Bildgebende Verfahren vom Röntgen bis zum Kernspin haben sich da als wertvolle und längst unverzichtbare Instrumente erwiesen. Die große Radiologisch-Nuklearmedizinische Gemeinschaftspraxis am Fuße des Fuldaer Frauenbergs ist ein besonders leistungsfähiges fachärztliches Zentrum.

Mit einer Gesamtfläche von über 1.200 Quadratmetern ist die Gemeinschaftspraxis eine der größten Arztpraxen Osthessens. Fünf Fachärzte und ein Team von 34 Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen kümmern sich hier um Patienten aus nah und fern. Die Experten am Frauenberg sollen etwas sichtbar machen, was man von außen nicht sieht: Verletzungen, Veränderungen oder Erkrankungen tief unter der Haut. Für die Ärzte, die später die Therapie verantworten, sind die entstandenen Bilder und Befunde eine unverzichtbare Entscheidungshilfe.

Heutige Medizintechnik erlaubt Einblicke in einer Präzision, wie man sie sich vor 20 Jahren nicht hätte vorstellen können. „Wir Radiologen sind für die niedergelassenen Kollegen wichtige Dienstleister“, sagt Dr. Norbert Schmidt, dienstältester Experte der Gemeinschaftspraxis. „Mit unseren Hightech-Geräten schaffen wir Bilder, die wichtige Informationen vom Ist-Zustand der Verletzung oder Erkrankung liefern.“

Um diese Leistungen optimal erbringen zu können, haben Dr. Schmidt und seine vier ärztlichen Kollegen, die allesamt Gesellschafter der Gemeinschaftspraxis sind, viele Millionen Euro investiert. Wer die Praxis im Souterrain des Zentrums Vital gegenüber dem Herz-Jesu-Krankenhaus betritt, der spürt sofort, dass er oder sie hier in eine hochmoderne Welt kommt. Dafür nehmen viele Patienten lange Wege auf sich. Sie kommen aus dem gesamten Landkreis Fulda, teilweise aber auch aus dem östlichen Vogelsberg und dem Altkreis Schlüchtern – nach Fulda überwiesen von ihrem Hausarzt, einem Neurologen, Orthopäden oder einem anderen Facharzt. Die Praxis am Frauenberg konzentriert sich dabei ausschließlich auf die Diagnostik und bietet keine Strahlentherapie.

Vom Röntgen bis zum Kernspin

Die höchsten Patientenzahlen weist die Gemeinschaftspraxis im Bereich des klassischen Röntgens auf. Dabei geht es zumeist um Knochenbrüche oder Verletzungen am Brustkorb, etwa gebrochene Rippen. Röntgenstrahlen zeigen, was im Inneren passiert ist. Das 1895 von Wilhelm Conrad Röntgen erfundene Verfahren wurde im Laufe der Jahrzehnte immer weiter verfeinert.

Hohe Fallzahlen gibt es auch im Bereich der Mammographie einschließlich des Screening-Programms zur Früherkennung von Brustkrebs (Mammakarzinom). Rechtzeitig diagnostiziert können bei dieser unter Frauen der westlichen Welt am stärksten verbreiteten Krebsart wirkungsvolle Gegenmaßnahmen eingeleitet werden. Wer die Chance der schnellen und unkomplizierten Vorsorge regelmäßig wahrnimmt, erspart sich viel Kummer. Entsprechend gefragt sind diese Leistungen.

Technisch noch komplexer ist die Computertomographie (CT), die vor allem der Tumor-Erkennung dient. Bei diesem in den 70er-Jahren entwickelten Verfahren werden aus verschiedenen Richtungen gemachte Röntgenaufnahmen in Bilder umgesetzt. Sie zeigen, ob und in welcher Größe der Patient einen Tumor hat und ob der vielleicht schon Metastasen entwickelt hat. Diese Information ist die unabdingbare Basis für die anschließende Krebstherapie. Mit der Erfindung der Computertomographie konnte erstmals das Gewebe des Gehirns abgebildet werden.

Der gläserne Mensch

Untersuchungen per Kernspin sind technisch am anspruchsvollsten. Mithilfe von Magnetfeldern wird der in einer Röhre liegende Patient Zentimeter für Zentimeter gescannt. Das Ergebnis dieses im Schnitt etwa halbstündigen Prozesses sind Bilder von enormer Präzision. Mit geschultem Auge kann man Krankheitsherde aber auch (beim Röntgen nicht sichtbare) Prellungen und Verletzungen (etwa an Bändern, Sehnen und dem Meniskus) erkennen.

„Eine Kernspin-Untersuchung ist ein technisch hoch anspruchsvoller Prozess“, erläutert Dr. Schmidt. Um entsprechende Aufnahmen zu ermöglichen, müsse in dem Gerät ein Magnetfeld aufgebaut werden. Das wiederum verlangt Kühlgeräte, in denen mit flüssigem Helium als Medium Temperaturen von etwa –273 °C aufrechterhalten werden müssen. Das Ganze in einer Art Käfig, der das Magnetfeld nach außen abschirmt.

Wo so viele Hightech-Geräte im Einsatz sind, wird sehr viel Strom benötigt. Das gilt ganz besonders für die rund um die Uhr nötige Kühlung der Kernspingeräte mit dem Edelgas Helium. Im Dienst der Medizin und zum Wohle der Patienten ist diese Energie gut eingesetzt.

Auf einen Blick

Kernkompetenzen:
Klassisches Röntgen, Computertomographie, Kernspin-Untersuchungen, Mammographie

Ärzte und Teilhaber:
Dres. med. Norbert Schmidt, Nurettin Durdu, Uwe Rößler, Charlotte Reichel, Eric Schlaudraff

Entwicklung der Praxis:
Gegründet 1973 von Dr. Herbert von Daniels als radiologische Einzelpraxis. Im Laufe der Jahre an mehreren Standorten kontinuierlich gewachsen. Seit 2010 im Zentrum Vital. Den Strom für die leistungsfähigen Geräte der Praxis liefert die RhönEnergie Fulda.

Kontakt:
Gerloser Weg 20
36039 Fulda
Tel: 0661 902950
www.radiologie-fulda.de

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