Kundenporträt 03/2017

Die Arbeitswelt der Zukunft

Die CEKA GmbH & Co. KG aus Alsfeld gehört zu den innovativen Treibern der Büromöbelbranche

Es gab Zeiten, da waren Büroräume denkbar trist. Hier sollte gearbeitet werden, von Wohlfühlen war keine Rede. Heute sieht man das anders. Wo Mitarbeiter kreativ etwas leisten sollen, muss auch das Umfeld stimmen. Die Büromöbel spielen dabei eine entscheidende Rolle. Bei CEKA weiß man das. Das Alsfelder Unternehmen gehört zu den innovativen Treibern der Branche und setzt immer wieder mit Neuentwicklungen Akzente.

Als der Thüringer Tischlermeister Carl Krause (CK) im Jahre 1900 eine kleine Holzwarenfabrik gründete, bestand ein Tisch aus fünf Teilen: einer Platte und vier Beinen. Wer heute einen modernen Sitz-Steh-Arbeitsplatz kauft, stufenlos in der Höhe verstellbar, erwirbt ein HighTech-Produkt aus vielen Komponenten.

Diesen Weg hat CEKA auf voller Länge mitgemacht und immer wieder auch mitgestaltet – seit 1924 in Alsfeld und seit 1981 am jetzigen Standort. Wer auf der Bundesstraße aus Richtung Lauterbach kommt, sieht im Ortsteil Altenburg rechts einen Späneturm mit dem Logo. Viele Vorbeifahrende wissen nicht, dass in der großen Halle modernste Büromöbel gebaut werden. Die rollen hier jedoch nicht standardisiert in hoher Stückzahl vom Band, sondern werden stets auf Bestellung gefertigt. Denn das Sortiment lässt den Kunden so viele individuelle Wahlmöglichkeiten, dass es keinen Sinn macht, auf Lager zu produzieren.

„Unser Motto lautet Arbeitswelten erleben“, erläutert Geschäftsführer Uwe Hodek. „Den Kunden, darunter viele große Unternehmen, geht es um die flexible Gestaltung der Arbeitsplätze. Wir bieten Lösungen an, die sich in vielfältiger Weise variieren und kombinieren lassen. So kann jeder Kunde genau die Arbeitswelt gestalten, die den eigenen Ansprüchen und den Bedürfnissen der Mitarbeiter genügt. Man weiß, dass die Anmutung des zukünftigen Büros die Entscheidung eines Bewerbers für oder gegen einen neuen Job mit beeinflusst.“

Den hohen Eigenanspruch scheint CEKA offensichtlich zu erfüllen. Die Konkurrenz der Anbieter ist groß, da kann sich nur durchsetzen, wer Qualität bietet. In Alsfeld ist das der Fall. CEKA war das erste Unternehmen der Branche, das nach der strengen Qualitätsnorm DIN ISO 9001 zertifiziert wurde. In der Folgezeit kamen weitere Zertifizierungen hinzu. „Wir haben Zertifikate für Umweltschutz, Energieeinsatz und Qualität, die es für unsere Branche gibt“, sagt der Technische Leiter Dirk Kliem. Wer ihn auf einem Rundgang durch die große Produktionshalle begleitet, versteht warum. Was sich automatisieren lässt, ist automatisiert – von den Maschinen, welche die Spanplatten mit farblich passenden Kunststoffkanten versehen, bis hin zur Pulverbeschichtung der Metallteile in der Lackiererei. Überall aber sind auch Menschen im Einsatz, vor allem am Ende der Produktionskette, wo sie mit Sorgfalt die Werkstücke zusammenbauen. „Unsere Produkte werden montiert ausgeliefert und nicht in Einzelteilen“, sagt Kliem und deutet auf die LKW an der Verladerampe, in denen gerade mit Decken geschützte Tische und Schränke verstaut werden. Rund 200 Schreibtische und 300 „Korpusmöbel“ (Schränke) verlassen täglich die Halle. Etwa 80 Mitarbeiter aus der Region sind in der Produktion beschäftigt, plus das Personal im kaufmännischen Bereich.

„Tisch- und Stauraumlösungen für Büro- und Konferenzräume“ überschreibt CEKA sein Sortiment, das deutschlandweit über den Fachhandel vermarktet wird. Hinter dieser nüchternen Formulierung verbirgt sich ein Spektrum aus unterschiedlichen Schreibtisch-Systemen, Schrank- und Regalwänden, Stellwänden und mobilen Containern. Letztere erfreuen sich wachsender Beliebtheit. „In vielen modernen Büros hat nicht mehr jeder Mitarbeiter einen festen Arbeitsplatz“, erläutert Nancy Bühl, Teamleiterin Marketing-Kommunikation. „In unterschiedlichen Räumen bilden sich immer wieder neue Teams. Für persönliche Unterlagen und Hilfsmittel – etwa den Laptop – reicht oft ein Rollcontainer, der auch gleich als Sitzmöbel dient. Den stellt man dort auf, wo man ihn gerade braucht.“

Solche minimalistischen Elemente sind bei CEKA aber nur eine Seite der Medaille. Auf der anderen gibt es Hightech-Lösungen wie Light4it, den patentierten Sitz-Steh-Tisch mit integrierter Leuchte oder das sehr variable Stauraumsystem CombiNeo. Viel Beachtung findet auch der innovative Faserwerkstoff NeoTex, mit seinen hervorragenden schalldämpfenden Eigenschaften, der von der wohnlichen Optik her an Filz erinnert. Auf die Integration von NeoTex im Stauraum der Möbel (z. B. Rückwand oder Schiebetür) wurde ein Patent angemeldet. In einer großen Ausstellung zeigt das Unternehmen die Breite seines Sortiments.

So bringt CEKA Qualität und Ideen ins Büro, um „Kommunikationslandschaften“ zu schaffen. Denn in einem Umfeld, in dem man sich wohlfühlt und gerne austauscht, lässt es sich gut arbeiten.

CEKA und die RhönEnergie Fulda-Gruppe:

Getreu der Philosophie möglichst mit Partnern aus der Region zu kooperieren, bezieht CEKA seit vielen Jahren Erdgas von der RhönEnergie Osthessen. Das Gas wird im Produktionsprozess benötigt, vor allem zur Wärmeerzeugung für den Einbrennofen der Lackiererei. Hier werden die Metallteile (z. B. Tischbeine) pulverbeschichtet. Anschließend wird die Farbe bei 220 Grad eingebrannt.

Diese Seite drucken

Diesen Beitrag teilen: