Die Rückkehr des Storchennests in die Lüderaue

Die Störche in Großenlüder können sich im Frühjahr 2018 ins gemachte Nest setzen. Das neue Zuhause: Ein Storchennest mit Metallkorb und Metallmast – 15 Meter hoch.

In der Region stehen mehrere Dutzend Storchennester, in denen in den vergangenen Jahren zahlreiche Jungtiere geschlüpft sind. So auch mit Erfolg in Großenlüder: Im 2016 erneuerten Nest siedelte sich 2017 ein Storchenpaar an und drei Jungstörche schlüpften. Kürzlich wurde das Storchennest mit Holzmast dann aber durch Vandalismus zerstört. Der Schock war groß, Unbekannte hatten den Mast einfach umgesägt. Am Standort in der Lüderaue steht seit fast 10 Jahren ein Storchennest, diese Tradition soll sich in den kommenden Jahren fortschreiben.

Die Störche profitieren nun wiederum von der Initiative verschiedener Umweltschützer und der Vorarbeit der RhönEnergie Fulda. Moritz und Peter Hess vom Naturschutzbund Deutschland (NABU) engagieren sich seit Jahren für die Ansiedlung von Störchen in Großenlüder. Im Austausch mit Karin Bettinger, der Beauftragten für den Vogelschutz in den Gemeinden Großenlüder und Bad Salzschlirf, entstand 2016 ein Zuhause mit „Wohlfühlfaktor“. Das Storchennest ist für die Tiere besonders einladend, weil der Metallkorb mit Weidenzweigen ausgeflochten und mit Pferdemist und Stroh ausgepolstert wird. Auf die Geflechte werden weiße Farbkleckser aufgebracht. Die Störche vermuten dadurch, in dem Nest habe bereits einmal eine Storchenfamilie gewohnt.

Mit drei Gruppen kamen die Kindertagesstätte „In den Haberswiesen“, die Kindertagesstätte „Abenteuerland“ und die „Kinderarche Kunterbunt“, um interessiert zu beobachteten, wie Peter Hess und Karin Bettinger das neue Nest herrichteten. Anschließend schraubten Kurt Klüh und Rainer Lorei von der OsthessenNetz den Korb fachmännisch an den Metallmast. Mit Hilfe eins Lots stellten Sie anschließend das Storchennest auf – natürlich unter genauer Beobachtung der Kinder, die nach getaner Tat ein passendes „Storchenlied“ sangen.

Werner Dietrich, Bürgermeister der Gemeinde Großenlüder, lobte die RhönEnergie Fulda und das Projekt und verfolgte mit zahlreichen Interessierten die Vorarbeiten am Nest bis hin zur Aufrichtung des Mastes. Auch das Medieninteresse rund um die Aufstellung war groß, beispielsweise der Hessische Rundfunk berichtete in der Hessenschau kompakt (Beitrag ab Minute 10:40). Im Frühjahr 2018 wird sich zeigen, ob sich erneut aus dem Winterquartier im Süden heimkehrende Störche in Großenlüder niederlassen.

Bürgermeister Werner Dietrich, Jürgen Mihm (OsthessenNetz), Vogelschutzbeauftragte Karin Bettinger sowie Peter und Moritz Hess (NABU) vor dem neu aufgestellten Nest (v.r).

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