Attraktion in Angersbach: Störche brüten zum ersten Mal seit 100 Jahren

Zum ersten Mal seit 100 Jahren haben Weißstörche in der Lauteraue in Angersbach in der Gemeinde Wartenberg gebrütet und ihren Nachwuchs großgezogen. Die Störche sind eine Attraktion und werden gerne von vorbeikommenden Personen fotografiert.

Die Jungen gehören zu 18 Storchenjungen, die in Nestern aufwachsen, welche mit Hilfe der RhönEnergie Fulda aufgestellt wurden. Dies ist ein großer Erfolg für die Umwelt, da es vor einigen Jahren gar keine Störche mehr in der Region gab.

Vor einigen Wochen wurden 17 der 18 Storchenjungen beringt. Das letzte war zu jung. Das bedeutet, sie bekommen einen Ring mit einer Nummer an den Fuß. Das hilft zu erkennen, wenn beispielsweise an einem anderen Ort ein Storch aufgefunden wird (verletzt o. ä.), woher der Storch kommt und welche Strecke er zurückgelegt hat. Zusätzlich kann dadurch festgestellt werden, ob ein Storch an ein und demselben Ort schon einmal gebrütet hat.

Die Rückkehr der Störche

Die Störche sind nach Angersbach zurückgekehrt

Die Störche sind nach Angersbach zurückgekehrt (Foto: Hubert Reinhardt)

Im Jahr 2009 nahmen sich der regionale Energieversorger und lokale Naturschützer vor, die Störche wieder in die Region zu holen. Der Vorsitzende des Vereins für Naturkunde in Osthessen und Kreisbeauftragter für Vogelschutz im Landkreis Fulda, Jörg Burkard, machte sich dafür stark und fand in dem Versorgungsunternehmen einen guten Unterstützer. Man entschied sich dafür, den großen Vögeln Nisthilfe zu leisten und für sie Nester aufzustellen, obwohl es auch andere Wege gegeben hätte. Beispielsweise Tümpel anzulegen o. ä. Also wurde das erste Storchennest in Neuhof errichtet und schon ein Jahr später von den Tieren zum Brüten genutzt.

Ein Zuhause mit „Wohlfühlfaktor“

Ein Zuhause mit WohlfühlfaktorDie Nester befinden sich auf Strommasten, welche die OsthessenNetz GmbH, eine Tochterfirma der RhönEnergie Fulda, bereitstellt. Auf diesen Masten sind Metallkörbe befestigt, die in der Lehrwerkstatt eigenhändig von Azubis der RhönEnergie Fulda angefertigt werden. Der Metallkorb wird mit Weidenzweigen eingeflochten und mit Pferdemist und Stroh ausgepolstert, um das neue Zuhause der Tiere gemütlicher zu machen. Die Geflechte werden mit weißer Farbe bekleckst, damit die Weißstörche denken, dass dort schon einmal eine Storchenfamilie gewohnt hat. Das lockt die Tiere an und veranlasst sie dazu, sich dort ebenfalls niederzulassen. Dadurch, dass die Störche sich ins gemachte Nest setzen können, sparen sie sich die Zeit und die Mühe, selbst noch eines zu bauen und können direkt mit dem Brüten beginnen. Mittlerweile wurden dank der Unterstützung der RhönEnergie Fulda in der Region rund 40 Nester aufgestellt.

Renovieren statt neu bauen

Im Laufe der Jahre setzen Wind und Wetter dem organischen Material stark zu. Irgendwann sind die Nester dann nicht mehr unbedingt „bewohnbar“ und gemütlich, weshalb sie keine weiteren Störche mehr anlocken. Aus diesem Grund haben das Energieversorgungsunternehmen und die Naturschützer im Herbst 2016 beschlossen, einen Teil der Mittel zur „Renovierung“ bestehender Nester zu verwenden. Dies geschah Anfang Dezember 2016: Sechs der Nester wurden wieder hergerichtet, anstatt ein Neues zu bauen. Mit den Mitteln für ein neues Nest kann man sechs bestehende aufbereiten. Renoviert werden die neuen Wohnstätten der Tiere, indem ein neues Bodengitter auf dem Boden gebaut, eingeflochten und ausgepolstert wird. Anschließend wird der nicht so schöne Inhalt des alten Nestes entfernt und das „neue Nest“ in luftiger Höhe hineingesetzt.

Die in Angersbach und anderenorts ausgebrüteten Störche trainieren mittlerweile schon ihre Muskeln in den Flügeln, um sich auf den langen Flug in den Süden vorzubereiten. Im Frühling kehren sie als ausgewachsene Störche zurück. Und vielleicht brüten sie dann sogar in Nestern unserer Region.

Autorin: Nadja Meyer (Auszubildende, Kauffrau für Büromanagement)

Weitere Beiträge zum Thema Storch:

Neue Horste für den Weissstorch (Energie für uns 1/2017)

Interviews mit Reinhard Kolb (Energie für uns 1/2017)

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