Energieeffizienz verbindet Klimaschutz und Wettbewerbsfähigkeit: Heimische „Energie-Scouts“ vermeiden 190 Tonnen Kohlendioxid

Auch die zweite Auflage des Projektes „Energie-Scouts“ der IHK Fulda und der RhönEnergie Fulda war ein Erfolg: Sieben Teams aus Auszubildenden von Fuldaer Unternehmen präsentierten eine breite Palette kreativer Vorschläge für Energiesparmaßnahmen in ihren Betrieben. Werden alle detailliert ausgearbeiteten Pläne umgesetzt, lassen sich jährlich rund 330.000 Kilowattstunden Energie einsparen und ca. 190 Tonnen klimaschädigendes Kohlendioxid vermeiden. Drei Fuldaer Teams werden im Sommer 2017 bei einer Veranstaltung des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) in Berlin mit ihren Vorschlägen auf Bundesebene ins Rennen gehen.

Eine zentrale Säule der Energiewende ist die Erhöhung der Energieeffizienz. Nahezu überall, wo Energie gebraucht wird, lassen sich Einsparungen erzielen. Die Idee, bei der Suche nach solchen Potenzialen Azubis als Energie-Scouts einzusetzen, geht auf das Netzwerk der Industrie- und Handelskammern zurück. Bundesweit laufen in vielen Kammerbezirken entsprechende Programme. Umweltpädagogisches Ziel ist es, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu sensibilisieren: Wo wird im eigenen Ausbildungsbetrieb Energie verbraucht? Was kann man tun, um den Verbrauch zu senken und warum ist das sinnvoll?

Bewährte Partnerschaft von IHK und RhönEnergie Fulda

Partner der IHK Fulda bei der regionalen Umsetzung des Programms ist die RhönEnergie Fulda. In deren Infozentrum in der Frankfurter Straße präsentierten jetzt die teilnehmenden Teams ihre Projekte. Dr. Arnt Meyer, Geschäftsführer der RhönEnergie Fulda, dankte den teilnehmenden Azubis, ihren Ausbildern sowie den Organisatoren für ihr Engagement. „Die meisten Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz dienen nicht nur dem Schutz der Umwelt und des Klimas. Sie sind auch wirtschaftlich sinnvoll, weil man Kosten sparen kann. Das gilt auch für die von den Energie-Scouts vorgeschlagenen Maßnahmen.“

Für die Stadt Fulda begrüßte Bürgermeister Dag Wehner die Teilnehmer und gab den Auszubildenden ein Motto mit auf den Weg: „Das große Ziel der Bildung ist nicht Wissen, sondern Handeln.“ Wenn Auszubildende eigene Initiative entwickeln, sei das genau der richtige Weg. Wehner wies darauf hin, dass das Thema Energieeffizienz nicht nur für Gewerbebetriebe interessant sei, sondern auch im Bereich der Verwaltung an Bedeutung gewonnen habe.

Armin Gerbeth, Projektbeauftragter auf Seiten der IHK, zeigte sich erfreut über das erneut hohe Niveau der Beiträge. Eine unabhängige Jury habe die Projektvorschläge intensiv betrachtet und bewertet. Alle Teams seien Gewinner. Drei von Ihnen dürfen sich nun im Sommer 2017 in Berlin mit Teams aus anderen Landesteilen messen.

Drei Teams fahren nach Berlin

„Austausch der Beleuchtung in der Produktionshalle“, lautet der Titel des vierköpfigen Teams der Firma Franz Carl Nüdling Basaltwerke + Co. KG (Felix Dänner, Roman Streitenberger, Rafael Wehner). Durch den Austausch konventioneller Leuchtmittel gegen LED-Leuchten kann der Energieverbrauch im Betonwerk Fambach um rund 35.000 kWh (63 Prozent) reduziert werden. So lassen sich pro Jahr mehr als 6.000 Euro einsparen.

Das Team der Friedrich Zufall GmbH & Co. KG Internationale Spedition (Lukas Vogel, Benedikt Langgut, Kevin Klein) nennt ihr Projekt „Kleiner Schalter – große Wirkung“. Bislang dezentral eingesetzte Drucker wurden in einem eigenen Raum zusammengeführt. Um den „Standby-Stromverbrauch“ zu minimieren, wird die Stromversorgung in der arbeitsfreien Zeit durch eingebaute Schalter für die Drucker komplett unterbrochen.

Das Team der Technolit GmbH (Annabell Mehler, Sebastian Helker, Selina Brandt) beschäftigte sich ebenfalls mit dem Einsatz energiesparender LED-Technik. Allein im Hauptgebäude des Unternehmens lassen sich jährlich 2.284 Euro einsparen. Die entsprechende Investition hat sich bereits nach 3,6 Jahren amortisiert.

Schritte in die richtige Richtung

Vor Beginn der eigentlichen Projektphase hatten die Teams eine zweitägige intensive Schulung zum Thema Energieeffizienz durchlaufen, die von Experten der RhönEnergie Fulda durchgeführt worden war. „Der Wert dieses Wettstreits heimischer Energie-Scouts besteht darin, dass sich viele der hier vorgestellten Ideen auch von anderen Betrieben adaptieren lassen“, unterstrich Amaya Mendizábal, Ausbilderin der RhönEnergie Fulda. Sie und ihr Kollege Frank Fleck (Energieberater) haben das Projekt „Energie-Scouts“ für die RhönEnergie Fulda federführend umgesetzt.

Die Zusammenarbeit zwischen der IHK Fulda und dem regionalen Energieversorger habe reibungslos geklappt, bilanziert Armin Gerbeth. Dabei unterstreichen die Organisatoren den pädagogischen Wert des Projekts. „Einmal Energie-Scout, immer Energie-Scout“, lautet die Devise: Wer das Prinzip der Energieeffizienz verinnerlicht hat, gehe mit einem energetisch geschulten Blick durchs Leben. Genau dies sei ein wesentliches Ziel der Aktion.

Offizielle Begrüßung

Impressionen von den Team-Präsentationen

(alle Fotos: Marzena Seidel/RhönEnergie Fulda)

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